7. Nordbayerische Trinkwassertagung

Gemünden (hn) „Noch einmal größer geworden“, als in den Vorjahren ist nach den Worten von Dirk Rieb die mittlerweile 7. Nordbayerische Trinkwassertagung in Gemünden. In insgesamt vier Bereichen dreht sich am 24. und 25. September alles um das „Lebensmittel Nummer eins“, das Trinkwasser. Insgesamt 135 Aussteller beteiligen sich an der Fachmesse.

Gemünden ist das Mekka, wenn es um das Gut Trinkwasser geht. Bereits zum fünften Mal ist die Stadt Gastgeber dieser hochkarätigen Veranstaltung, die Fachbesucher nicht nur aus ganz Bayern, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern anzieht. So auch in diesem Jahr, das mit einigen Neuerungen aufwarten kann. So wird es neben den Fachvorträgen und einer großen Fachausstellung ein Ausstellerforum und die Tagung Wasserwerksnachbarschaften in Franken mit über 350 Teilnehmern geben.

„Wir leben in einem Land, in dem wie selbstverständlich gutes Trinkwasser in ausreichender Menge aus dem Wasserhahn kommt“. Betonte die stellvertretende Landrätin Sabine Sitter. „Wasser bedeutet Leben“, fuhr sie fort und verwies darauf, dass das für uns Selbstverständliche überhaupt nicht selbstverständlich ist. „Etwa der Hälfte der Weltbevölkerung ist der Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser verwehrt“, sagte sie bei der Eröffnung.

Stolz zeigte sich Sabine Sitter darauf, dass im Landkreis Main-Spessart nicht nur die Nordbayerischen Trinkwassertagungen stattfinden sondern auch eine Reihe von Firmen eine führende Rolle bei der Herstellung und Entwicklung von Trinkwasseranlagen und Filtertechniken einnehmen. Besonders hob sie das Lohrer Unternehmen Mösslein hervor, das weltweit tätig ist und gemeinsam mit dem Berufsverband Bayerischer Hygieneinspektoren (BBH) diese Tagungen organisiert hat. „Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Made in Main-Spessart“, freute sich die stellvertretende Landrätin.

Auf die Vielfalt der innerhalb der Tagung behandelten Themen wies Winfried Hackl, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes für Luft- und Wasserhygiene (DLFW) hin. Die gesamte Bandbreite „vom Brunnen bis hin zur Zapfstelle im Haushalt“ finden die Fachbesucher auf der Tagung. In ihr soll auch das Bewusstsein zum Erhalt einer hohen Wasserqualität weiter geschärft werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei für ihn auch der Umgang bei der Probennahme, vor allem in großen Gebäuden mit einer Vielzahl von Entnahmestellen.

Gemünden als Dreiflüssestadt hat eine besondere Beziehung zum Wasser, erklärte Bürgermeister Jürgen Lippert. Dazu gehört auch der Umgang mit den fast jährlichen Hochwassern. „Wir haben aber auch unsere Erfahrungen mit dem Trinkwasser“, meinte Lippert. So ist die Stadt aktuell dabei ihr zweites Standbein bei der Trinkwasserversorgung fertig zu stellen. „Eine Investition von rund zehn Millionen Euro“, so Lippert, von denen sich die Stadt einen großen Teil bei den Bürgern wieder holen muss. Nach seinen Worten steigt mit den Anforderungen, die an die Qualität des Trinkwassers gestellt wird, auch die an das Personal, das mit der Gewinnung und Verbreitung beauftragt ist. Abschließend bot Jürgen Lippert den Veranstaltern die Stadt Gemünden als Ort für die nächste Trinkwassertagung in zwei Jahren an.

Gerne wäre, so Organisator Dirk Rieb, auch die Schirmherrin der Veranstaltung, die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml nach Gemünden gekommen. Die Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz hielt sie jedoch davon ab.

 

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Bild 1 (von links): Günter Mösslein, Jürgen Lober (stv Vorsitzender BBH),
stellvertretende Landrätin Sabine Sitter, BBH-Landesvorsitzender Dirk Rieb
sowie die Bürgermeister Mario Paul (Lohr) und Jürgen Lippert (Gemünden).

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Bild 2 (von links): BBH-Landesvorsitzender Dirk Rieb, stellvertretende Landrätin
Sabine Sitter, Holger Brandt und Günter Mösslein, Franz-Josef Sauer, Bürgermeister
Mario Paul (Lohr) und Jürgen Lippert (Gemünden) sowie der stellvertretende
BBH-Landesvorsitzende Jürgen Lober.

 Gesamtbericht und Bilder von Herbert Hausmann, Karsbach

 

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