Hygieneinspektoren zu Gespräch bei Gesundheitsministerin Melanie Huml

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die vier Mitgliedsverbände des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Bayern zu sich nach München eingeladen, um am 05. September 2017 direkt aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und was aus deren Sicht unbedingt erforderlich ist.

Damit die Ministerin auch gleich auf fachspezifische Fragen entsprechend Antwort geben konnte, wurde sie von Ihren Mitarbeitern aus den Fachreferaten, dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und zwei Vertreterinnen des Bayerischen Innenministeriums begleitet. Letzteres ist personalrechtlich für die Berufsgruppen der Hygieneinspektoren, der Sozialmedizinischen Angestellten und der Sozialpädagogen zuständig.

Der Berufsverband der Bayerischen Hygieneinspektoren (BBH) wurde von dem stellv. Landesvorsitzenden Dirk Rieb und der Bezirksvorsitzenden von Oberfranken Diana Stang vertreten. Neben der Forderung einer Personalmehrung der Berufsgruppe der Hygieneinspektoren, begründet mit immer mehr und umfangreicheren Aufgaben durch diverse Novellen des Infektionsschutzgesetzes und der Trinkwasserverordnung, stand auch die Anpassung der Ausbildung auf der Agenda. Durch den Wegfall der Akademie in Berlin wird die Weiterbildung zum Hygienekontrolleur  mittlerweile deutschlandweit nur noch an der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf und an der Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München angeboten. Die Akademie Düsseldorf  hat zum 01. Juli 2017 ihre Ausbildungs- und Prüfungsverordnung dahingehend geändert, dass die Theoriestundenzahl von 600 auf 900 angehoben wurde und aus der 2-jährigen Ausbildung eine 3-jährige Ausbildung wurde. „Eine 3-jährige Ausbildung wollen wir hier in Bayern nicht“, da waren sich Ministerin Huml und Rieb einig. „Aber eine Aufstockung der Theoriestundenzahl ist auf jeden Fall erforderlich“, so der stellv. Landesvorsitzende Rieb.

Deshalb fordert der BBH dringlich eine Evaluation des Hygienekontrolleurlehrganges in 2018, da dieser dann zum 3. Mal mit dem Konzept aus dem Jahr 2013 (600 Theoriestunden) absolviert worden ist. „Diese Evaluation werden wir auf jeden Fall im kommenden Jahr durchführen, selbstverständlich mit entsprechender Beteiligung Ihres Berufsverbandes“, so die Gesundheitsministerin.

Anschließend wurden noch die Fortbildungsveranstaltungen des BBH angesprochen. Hier wünschen wir uns zu unseren beiden Veranstaltungen, den Hygienekongressen und den Trinkwassertagungen, zukünftig eine Abordnung je Gesundheitsamt. „Damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen neues Wissen vermittelt bekommen können“, so die Bezirksvorsitzende Diana Stang. Frau Ministerin Huml erwiderte, dass dies ja bei dem kommenden Hygienekongress am 26. September 2017 in Ansbach bereits vollzogen wurde und eigentlich auch weiterhin angedacht sei.

 

2017 09 05 Bild BBH mit Gesundheitsministerin Huml

Im Bild (von links): Dirk Rieb (stellv. Landesvorsitzender BBH), Melanie Huml (Gesundheitsministerin) und Diana Stang (Bezirksvorsitzende BBH)

Bild:BBH

Berufsverband Bayerischer Hygieneinspektoren

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